Michael Turgut: Investment’s

Nicht nur Investments-Profis, sondern auch vielen Kleinanlegern dürfte der Ausdruck „Convertibles“ dank intensiver Berichterstattung in Wirtschaftsmagazinen mittlerweile ein Begriff sein. Traditionell unter eher spröden Bezeichnungen wie Wandelanleihe, Wandelschuldverschreibung oder Wandelobligation bekannt, gilt dieses Instrument der Unternehmensfinanzierung inzwischen als sinnvolle Ergänzung für fast jedes private Wertpapierdepot. Doch wie funktionieren die „Convertible Bonds“ überhaupt? Grundsätzlich handelt es sich hierbei um fix verzinste Unternehmensanleihen, die allerdings innerhalb einer gegebenen Laufzeit – der sogenannten Wandlungsfrist – gegen Aktien desselben Unternehmens eingetauscht werden kann. Je nach Wahl des Wandlungstermins, über die der Inhaber der Anleihe grundsätzlich frei entscheiden kann, lassen sich bei einem entsprechend hohen Börsenkurs beachtliche Renditen erzielen. Doch das Wandlungsrecht ist nur eine Option: Entwickelt sich der Kurs negativ, lässt der Inhaber dieses Recht einfach ruhen, wartet das Ende der Laufzeit seiner Anleihen ab und streicht seine Zinserträge ein.

Viele Finanzexperten schwören angesichts dieser Flexibilität und Sicherheit auf „Convertibles“, zumal diese sich auch in den Finanzkrisen 2001/2002 und 2008/2009 bewähren konnten. Dennoch gilt: Wandelanleihen sind prinzipiell eine Anlage für Besserverdiener und Vermögende, denn die Mindestanlagesummen liegen oftmals weit über denen herkömmlicher Unternehmensanleihen. Kleinanleger können allerdings über spezielle Wandelanleihenfonds an den Chancen der „Wandler“ teilhaben. Fast alle Fondsgesellschaften führen entsprechende Fonds in ihrem Portfolio.

Mein Fazit: Lassen Sie sich über eine Investition in Wandelanleihen beraten und fügen Sie Ihrem Depot ein Diversifikationselement hinzu, das sich schon oft als krisensicher und hochrentierlich erwiesen hat.

Ihr Michael Turgut, Bender Liechtenstein

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